evergabe-Online 881473 – 3D-Spannungsfeldmodellierung zum Untergrund der deutschen Nordsee und angrenzender Gebiete

Vergabestelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Stilleweg 2, 30655, Hannover)

Anforderungsfrist (Vergabeunterlagen): 2026-09-07T23:59:00.000

Abgabefrist (Eingang Angebote): 07.09.2026 23:59

Bindefrist: 30.09.2026

Nebenangebote: Nicht zulässig

Ausführungsfrist: Die Gesamtleistung ist in 3 in sich abgeschlossene und eigenständig nutzbare Teilleistungen unterteilt. Die Vetragslaufzeit endet am 31.03.2029

3D-Spannungsfeldmodellierung zum Untergrund der deutschen Nordsee und angrenzender Gebiete

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Additional Info

Field Value
Last Updated August 10, 2026, 11:59 (UTC)
Created August 10, 2026, 11:59 (UTC)
anforderungsfrist 2026-09-07T23:59:00.000
ausfuehrungsfrist Die Gesamtleistung ist in 3 in sich abgeschlossene und eigenständig nutzbare Teilleistungen unterteilt. Die Vetragslaufzeit endet am 31.03.2029
bindefrist 30.09.2026
ca_address Stilleweg 2, 30655, Hannover
ca_email Postfach-Z5@bgr.de
ca_name Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
eingang_angebote 07.09.2026 23:59
erfuellungsort Hannover
evergabe_id 881473
leistung_ascii Eine Grundlage für die Abschätzung des mechanischen, thermischen und hydraulischen Zustandes des tieferen Untergrundes (z. B bei der Untersuchung von Speicherstrukturen für CO2) bilden numerische 3D-Simulationen zur Lithosphärenbeschaffenheit. Auf Basis dieser Simulationen kann der Spannungszustand im Untergrund der deutschen Nordsee abgeleitet werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können verwendet werden, um das Reaktivierungspotenzial von Brüchen oder deren Neubildung durch Injektion von CO₂ in der deutschen Nordsee abzuschätzen und somit die Bildung möglicher Leckagepfade besser bestimmen zu können. Dies ist im Kontext des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpTG) von hoher Relevanz. Die Ergebnisse solcher Simulationen dienen auch zur Prognose des vorliegenden Druckzustandes im Untergrund und der Definition entsprechender Injektionsstrategien für CO2. Dabei sollten vor allem die Spannungs- und Druckverhältnisse der obersten Kilometer der Oberkruste mit einer hohen Genauigkeit quantifiziert werden. Jedoch sollten auch für die tiefer liegenden krustalen und oberen Mantelbereiche konsistente Modellannahmen getroffen werden und in die Simulationen miteinfließen, da sich Verformungen in diesen Bereichen auch direkt auf oberflächennahe Bereiche auswirken können. Somit ist für die Spannungsfeldmodellierung die gesamte Lithosphäre (und ggf. obere Asthenosphäre) in der Modellerstellung zu berücksichtigen. Die Durchführung der für den beschriebenen Zweck zu erstellenden 3D-Simulationen (poro-visko-elasto-plastische Modelle als dynamische THM-Simulationen) und die Interpretation ihrer Ergebnisse erfordern eine jahrelange Erfahrung in der Erstellung und im Umgang mit großräumigen gekoppelten thermo-hydro-mechanischen Fragestellungen zum Untergrund sowie Expertise in der geodynamischen Modellierung der gesamten Lithosphäre, ihres Verformungsverhaltens und der Unsicherheiten von Daten und Methodik. Um die Ergebnisse möglichst zeitnah für zukünftige Bewertungen von Aufsuchungen von möglichen Speichern nach dem KSpTG im Untergrund des Festlandsockels und der AWZ der deutschen Nordsee nutzen zu können, ist die Vergabe an bereits vollumfänglich qualifizierte Arbeitsgruppen/Firmen sinnvoll. Für die Durchführung komplexer, zeitlich sehr umfangreicher und rechenintensiver numerischer 3D-Simulationen, soll daher ein externer Auftrag vergeben werden. Dabei ist für die Durchführung und Auswertung der numerischen Simulationen ein Zeitraum von ca. 2 Jahren vorgesehen, mit einer halbjährigen Vorlaufzeit, um sowohl Abstimmungsgespräche zwischen Auftraggeber (AG; BGR) und Auftragnehmer (AN) führen zu können als auch das vom AN zu verwendende Strukturmodell als Teil des Eingangsmodelles für die Simulationen - vom AG vorzubereiten.
nebenangebote Nicht zulässig
notice_number 881473
reference_number 207-10133036
zahlungsbedingungen Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B). Zahlungen des Auftraggebers erfolgen mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug oder innerhalb der angebotenen Skontofrist unter Abzug des angebotenen Skontos nach Eingang der Rechnung auf das vom Auftragnehmer in der Rechnung benannte Konto. Maßgebend für die Rechtzeitigkeit der Zahlungist der Zugang des Überweisungsauftrags beim Zahlungsinstitut des Auftraggebers.