Primäre Aufgabe dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhabens (FuE) ist eine umfassende Analyse, inwiefern Naturschutzkonzepte in Deutschland angesichts des Klimawandels angepasst werden sollten und können und welcher neuen Naturschutzkonzepte es gegebenenfalls bedarf. Dabei werden diejenigen Naturschutzkonzepte identifiziert, welche im Klimawandel von besonderer Relevanz sind, z. B. da sie sich flexibel an sich verändernde Gegebenheiten anpassen lassen, einen besonderen Beitrag zur Stärkung ökologischer Resilienz leisten und wichtige Ökosystemleistungen erhalten oder explizit die Probleme adressieren, die im Klimawandel für die Erhaltung der biologischen Vielfalt besonders relevant sind. Es wird außerdem evaluiert, wo sich bei bestehenden Konzepten bereits Erfolge, beispielsweise durch flexibilisierte adaptive Managementoptionen, in der praktischen Naturschutzarbeit nachweisen lassen, wo es einer weiteren Optimierung in Anbetracht der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels bedarf und wie diese ermöglicht werden können. Es wird zudem beispielhaft aufgezeigt, wo aktuell eine geringe Flexibilität von rechtlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben eine an den Klimawandel angepasste Naturschutzarbeit erschwert und wie mögliche Lösungsoptionen aussehen könnten. Ziel ist eine kritische Reflexion und konstruktive Weiterentwicklung der aktuellen Naturschutzarbeit in Deutschland anhand relevanter Beispiele und die Bereitstellung von Grundlagen zur Beantwortung der Frage, wo im Naturschutz bestehende Konzepte und gesetzliche Rahmenbedingungen in Anbetracht des zunehmenden Klimawandels hinterfragt werden müssen und wie diese gezielt angepasst werden können.
Vergabestelle: Bundesamt für Naturschutz
Verfahrensart: 101
CPV:
Frist: 13.11.2025 12:00
Land: Bonn