evergabe-Online 887056 – FE 02.0509/2026/LGB - „Praxisnaher Umgang mit Gehölz- und Baumpflanzungen zur Anpassung an den Klimawandel“

Vergabestelle: Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2 (Brüderstraße 53, 51427, Bergisch Gladbach)

Anforderungsfrist (Vergabeunterlagen): 2026-10-07T06:00:00.000

Abgabefrist (Eingang Angebote): 07.10.2026 06:00

Bindefrist: 07.01.2027

Nebenangebote: Nicht zulässig

CPV-Codes: 73000000-2

FE 02.0509/2026/LGB - „Praxisnaher Umgang mit Gehölz- und Baumpflanzungen zur Anpassung an den Klimawandel“

Data and Resources

Additional Info

Field Value
Last Updated September 9, 2026, 03:31 (UTC)
Created September 2, 2026, 01:59 (UTC)
anforderungsfrist 2026-10-07T06:00:00.000
bindefrist 07.01.2027
ca_address Brüderstraße 53, 51427, Bergisch Gladbach
ca_email forschungsvergabe@bast.de
ca_name Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2
cpv_main 73000000-2
eingang_angebote 07.10.2026 06:00
erfuellungsort 51427 Bergisch Gladbach, Brüderstraße 53
evergabe_id 887056
leistung_ascii Die schnell fortschreitenden Veränderungen des Klimas nehmen einen großen Einfluss auf unsere bestehenden Ökosysteme. Diese aktuelle Entwicklung hat auch einen direkten Bezug auf die Verkehrssicherheit, da Bäume am Sonderstandort Straße diesen besonders ausgesetzt sind. Gleichermaßen sind Gehölz- und Baumarten bei Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) betroffen. Eine erfolgreiche Umsetzung solcher Maßnahmen hängt wesentlich von der Auswahl klimaresilienter Arten ab, die langfristig eine höhere Dauerhaftigkeit und geringeren Pflegeaufwand ermöglichen. Seit dem 2. März 2020 darf laut § 40 Bundesnaturschutzgesetz das Saat- und Pflanzgut von Gehölzen in der freien Natur nur noch innerhalb ihrer Vorkommensgebiete (gebietseigen) ausgebracht werden. Allerdings bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Anpassungsfähigkeit gebietseigener Arten an den Klimawandel. Eine Ausbringung von nicht gebietseigenen Arten kann dort nur durch eine Ausnahmegenehmigung von Genehmigungs- oder Naturschutzbehörden gemäß den Hinweisen des Bundesamtes für Naturschutz erteilt werden. Jedoch ist eine standardisierte Vorgehensweise bei der Ausnahmegenehmigung, die eine Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen oder Arten realistisch einschätzt, derzeit nicht gegeben. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, Handlungsempfehlungen zur Ausbringung von Gehölz- und Baumarten an Straßen außerorts (freie Natur) und bei straßenbezogenen Kompensationsmaßnahmen vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Klimas zu erstellen. Eine Datenbank-Anwendung soll Informationen zur Resilienz, Standorttauglichkeit und Pflegeanforderungen erfassen. Berechtigten Nutzenden der Datenbank sollen die Inhalte ermöglichen auch bei eingeschränkter Verfügbarkeit gebietseigener Arten fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Ergebnisse sollen zudem zur Weiterentwicklung technischer Regelwerke beitragen und landschaftspflegerische Maßnahmen im Straßenbau langfristig verbessern und sichern.
nebenangebote Nicht zulässig
notice_number 887056
reference_number Z2d-FE 02.0509/2026/LGB
zahlungsbedingungen Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B)